Die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13

Die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13

Letzte Woche wurde die neue EU-Urheberrechtsreform im EU Parlament beschlossen. Dieses Thema wird von Befürwortern und Gegnern sehr kontrovers diskutiert und insbesondere Artikel 13 der neuen Richtlinie hat zu großer Empörung innerhalb der Netzgemeinde und zu zahlreichen Demonstrationen europaweit geführt.

Wir fassen die wichtigsten Eckdaten rund um die Thematik zusammen.

 

Ziel der EU-Urheberrechtsreform

Die neue EU-Richtlinie über das Urheberrecht soll Kunstschaffende bzw. Urheber im digitalen Binnenmarkt  besser schützen. Das bestehende Urheberrecht ist nämlich noch nicht in aller Tiefe auf die digitale Welt und dessen Verbreitungsmöglichkeiten von Medien angepasst. Viele geschützte Werke werden verbreitet ohne dass der Urheber davon profitiert. Dabei ist ein zentraler Punkt der neuen Regelung, dass zukünftig die Informationsplattformen wie z.B. YouTube bei Urheberrechtsverletzungen haften und nicht mehr derjenige, der den geschützten Inhalt hochgeladen bzw. zur Verfügung gestellt hat. Eine Urheberrechtsverletzung liegt vor, wenn auf der Informationsplattform urheberrechtlich geschützte Inhalte öffentlich zugreifbar sind, für die die Informationsplattform keine Lizenz oder Einverständnis des Urhebers besitzt.

Was ist Artikel 13?

In Artikel 13 der neuen EU-Urheberrechtsreform ist definiert, dass Plattformen, bei denen User massenhaft Inhalte hochladen können, nachweislich Sorge tragen müssen, dass bei jedem hochgeladenen und veröffentlichten Inhalt eine erworbene Lizenz bzw. Einverständnis des Urhebers der Plattform vorliegt.

Eine Realisierung  dieser EU-Richtlinie würde bei der Vielzahl an Uploads also nur über eine automatisierte Überprüfung und ggfls. Ablehnung jedes einzelnen User-Uploads, ob der Plattform eine Lizenz des hochgeladen Inhalts vorliegt, gegeben sein. Gegner des Artikel 13 sprechen deshalb von der Einführung des Upload-Filters, welcher im Gesetzestext genau genommen nicht gefordert ist, jedoch die logische Konsequenz für die Einhaltung des neuen Gesetzes wäre. Gegner des neuen Gesetzes gehen von einer hohen Fehlerquote der Upload-Filter aus. Sie befürchten, dass Uploads, bei denen Inhalte nicht eindeutig einer Lizenz zugeordnet werden können, pauschal von der Plattform unterbunden werden, damit diese nicht wegen Verstöße nicht haftbar gemacht wird.  

Kritiker der neuen EU-Richtlinie sehen darin einen großen Einschnitt in die Freiheit der User und sprechen auch von der Zensur des Internets

Wie es weiter geht

Trotz der breiten Gegenwehr, wurde die neue Urheberrechtsreform für den digitalen Binnenmarkt im EU Parlament verabschiedet. Als nächster Schritt muss der Gesetzesvorschlag durch den EU Rat, welcher sich aus den Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union setzt. Sollte im Rat für die neue Urheberrichtlinie gestimmt werden, muss innerhalb von 2 Jahren diese umgesetzt werden und sich in einem Gesetz der Mitgliedstaaten wiederfinden.

Diese EU-Ratsabstimmung wird voraussichtlich am 9. April stattfinden.

Wenn die deutsche Bundesregierung im Rat gegen die Richtlinie stimmt, wird die Gesetzesvorlage zurück ins EU Parlament geschickt und kann dort noch abgelehnt bzw. geändert werden. Jedoch ist hiervon nicht auszugehen, obwohl die Bundesregierung sich eigentlich im Koalitionsvertrag gegen Upload-Filter ausgesprochen hat.

DSGVO Checkliste – Alles zum Thema DSGVO

DSGVO Checkliste – Alles zum Thema DSGVO

DGSVO Checkliste – Eine Zusammenfassung!

Die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) ist eine Verfassung darüber, wie Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgehen müssen. Durch die DSGVO haben betroffene Personen, das Recht ihre Daten im Internet löschen zu lassen. Organisationen, die diese DSGVO Anforderungen nicht erfüllen, können von Aufsichtsbehörden mit Bußgeld bestraft werden.

Jeder Webseitenbetreiber musste sich im Frühjahr mit dem Thema DSGVO auseinandersetzen. Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, auf was zu achten ist.

Datenschutzbeauftragter

Wann ist es notwendig einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen?

Jedes Unternehmen muss unter gewissen Voraussetzungen einen Datenschutzbeauftragten haben. Der Datenschutzbeauftragter muss gestellt werden, wenn im Unternehmen personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Wenn folgendes auf dein Unternehmen zutrifft benötigst du KEINEN Datenschutzbeauftragten:

Ausnahme gilt hierbei für kleine Unternehmen, wenn weniger als zehn Mitarbeiter regelmäßig mit der Verarbeitung personenbezogene Daten beschäftigt sind. Dabei zählen auch Angestellte in Teil- und Vollzeit, Praktikanten, Auszubildender und Freelancer.

Was muss der Datenschutzbeauftragte können?

Bei dem Datenschutzbeauftragten muss die Fachkunde sichergestellt werden, indem er an einer Fortbildung bei der Industrie- und Handelskammer teilnimmt.

 

Pflichten

  • Der Datenschutzbeauftragte ist dazu verpflichtet das Unternehmen über die datenschutzrechtlichen Pflichten aufzuklären und deren Einhaltung zu überwachen.
  • Er ist Ansprechpartner für Anfragen von Behörden, Kunden, Mitarbeitern und der Geschäftsführung bei Fragen im Umgang mit Nutzer- und Kundendaten.
  • Er berät und unterstützt Unternehmen bei der Durchführung der Datenschutz-Folgenabschätzung.
  • Er führt außerdem das Verarbeitungsverzeichnis
  • Verschwiegenheit über die Identität der Betroffenen, soweit er nicht davon durch den Betroffenen befreit wird.

 

Rechte

  • Recht auf Kündigungsschutz (für angestellte Datenschutzbeauftragte des Unternehmens)
  • Recht auf Weisungsfreiheit und Unterstützung. Er darf wegen der Erfüllung seiner Pflicht nicht benachteiligt werden.

SSL Zertifikat

Sämtliche Kommunikation zwischen Nutzer und Anbieter müssen verschlüsselt sein, damit sie von Dritten nicht gelesen werden können. Stelle mit einem SSL (Secure Sockets Layer) Zertifikat sicher, dass die Daten zwischen Browser und Webseite verschlüsselt werden.

Das SSL-Zertifikat hat außerdem Vorteile hinsichtlich dem Vertrauen des Nutzers zur Webseite und besseren Suchmaschinen Positionen.

Du brauchst Hilfe bei dem SSL-Zertifikat? Wir helfen dir beim Kauf und Einbindung auf deine Webseite!

Zusammenfassend:

  1. SSL-Zertifikat Generierung
  2. SSL-Zertifikat Einbindung

Google Analytics 

Stelle dein Google Konto DSGVO-Konform ein. Google hat für Google Analytics neue Steuerelemente hinzugefügt. Du kannst mit verschiedenen Zeitspannen bestimmen wie lange die Nutzer- und Ereignisdaten auf Analytics-Servern gespeichert werden.

Google Analytics muss eine Opt-out-Möglichkeit für den Nutzer haben, um die Privatsphäre der Nutzer ausreichend zu schützen.

In diesem Zuge muss natürlich auch die Datenschutzerklärung aktualisiert werden, genauso wie die Auftragsdatenvereinbarung.

Zusammenfassend:

  1. Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Google abschließen
  2. Tracking Code mit dem Zusatz der IP Anonymisierung aktualisieren
  3. Die Aufbewahrungsdauer der Daten festlegen
  4. Die Datenschutzerklärung anpassen
  5. Einwilligung bei Seitenaufruf einholen
  6. Opt-Out Möglichkeit anbieten

Google Maps, Google Fonts

Durch das Aufrufen einer Webseite mit Google Fonts, fragt der Browser beim Google Server nach, ob es Änderungen an der Schrift gibt. Mit solch einem Aufruf erkennt Google von welcher Seite diese Anfrage gesendet wurde und erfährt somit auch einen Großteil des persönlichen Browser Verlaufes, was wiederum nicht der DSGVO entspricht. Vermeide dies, indem du die Google Font auf dem eigenen Webserver einbindest.

Auch bei dem Verwenden von Google Maps wird eine Anfrage an den Google Server gestellt, dies kann man umgehen indem man eine 2-Klick-Lösung umsetzt. Dadurch wird die Karte erst geladen nachdem der Seitenbesucher dies dediziert bestätigt.

Zusammenfassung:

  1. Google Fonts auf eigenen Server einbinden
  2. Google Maps 2 Klick Lösung bzw. Google Maps erst nach aktivem Drücken eines Buttons aktivieren

Newsletter-Anmeldung

Die DSGVO nimmt auch vor Newsletter Anmeldungen keinen Halt. Auch in Zeiten von Social Media gehören Newsletter zum erfolgreichsten Marketing-Tool im E-Commerce. Dennoch sollte man auf einiges achten

Zusammenfassung:

  1. Pflicht-Checkbox integrieren, die auf die Datenschutzerklärung hinweist
  2. Jeder Newsletter muss einen Abmeldelink enthalten
  3. Double-Opt-in Verfahren bei neuer Newsletter Anmeldung
  4. Keine Newsletter ohne Zustimmung versenden!

Kontaktformular

Der Anfrager muss darüber aufgeklärt werden, für welche Zwecke seine Daten erhoben wird und dass er sie jederzeit auf bitte gelöscht werden kann. Dazu reicht es oft ein Hinweistext mit Verweis auf die Datenschutzseite über den „Senden“-Button zu platzieren.

Zusammenfassung:

  1. Deine Webseite muss ein SSL-Zertifikat haben
  2. Deine Webseite muss die E-Mails über SMTP versenden
  3. Verweis auf die Datenschutzerklärung
  4. Hinweis welche Daten erhoben und wie lange sie aufgehoben werden.
  5. Vertrag mit Hoster und E-Mail Provider

Social Media Buttons

Das Problem bei Social Media Buttons ist das bereits vor dem Betätigen, Nutzerdaten an die Plattformen geschickt werden. Es ist allgemein bekannt, dass soziale Netzwerke viele Daten erheben und speichern, um sie für zielgerichtete Werbung zu verwenden, wie es heißt. Abhilfe kann eine 2-Klick-Lösung sein. Beim ersten Klick aktiviert der Nutzer die Verbindung zum Netzwerkbetreiber und erst beim zweiten Klick kann er den Beitrag auf der Plattform teilen.

Zusammenfassung:

  1. Social Media Buttons mit 2-Klick-Lösung

Anmerkung: Angaben ohne Gewähr.

aceArt ist Dualer Partner

aceArt ist Dualer Partner

Zulassung im Studiengang Informatik

Wir sind ab jetzt als Ausbildungsstätte der DHBW Stuttgart zugelassen und sind dadurch qualifiziert den Studiengang Informatik im Rahmen eines dualen Studiums anzubieten. Als dualer Partner bieten wir perfekte Ausbildungsbedingungen für Studenten der Informatik und können in den Praxisphasen spannende Projekte in den Themenfeldern Softwareentwicklung, Webengineering, Datenbanken und vielem mehr anbieten.

Das duale Studium

Die Kombination aus Theorie und Praxis zeichnet das duale Studium aus. Daher bestehen die Semester eines dualen Studiums zum einen aus Vorlesungen an der Hochschule und zum anderen aus einem praktischen Teil im Betrieb. Gelerntes Wissen aus den Vorlesungen soll in der Praxis eingesetzt und gefestigt werden.

Die DHBW als Erfolgsrezept

Wir reihen uns als dualer Partner in nun mehr als 2500 Unternehmen ein, die mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg kooperieren. Außerdem haben viele unsrer Mitarbeiter selbst ein duales Studium an der DHBW in Stuttgart abgeschlossen und  können daher aus eigener Erfahrung das Erfolgsrezept Theorie und Praxis nur weiterempfehlen.

aceArt Firmenausflug ins Kleinwalsertal 2018

aceArt Firmenausflug ins Kleinwalsertal 2018

Es war wieder soweit!

Wie jedes Jahr verschlägt es das ganze aceArt-Team einmal in die Ferne! Ein langes Wochenende wurde genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen, die Natur zu genießen und die Kollegen noch besser kennenzulernen.

Dieses Jahr ging es vier Tage in das in Österreich liegende Kleinwalsertal – auf die Jahnhütte. Die zum Wohlfühlen einladende Hütte mitten in den Bergen verfügt über mehrere Zimmer mit Betten, einer gemütlichen Gaststube, einer großen Küche, modernen Sanitären Anlagen und einer Terrasse für Party-Spaß oder Entspannung. Also alles was für ein Teambildungs- und Erholungs-Wochenende benötigt wird.

Da die Hütte mitten in den Bergen liegt, bot es sich an am ersten Tag gleich eine Wanderung über Stock und Stein zu machen. Dazu sei gesagt, dass das Wetter alles andere als sonnig und schön war. Aber frei nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ begab sich eine Gruppe Mutiger in das neblige Regenwetter. Zwar waren die Klamotten schnell durchnässt, jedoch wurden die Wanderer mit spektakulären Erlebnissen belohnt wie dem Einkehren in einer ganz verlassenen Hütten-Gaststätte und einer im trüben Dunst plötzlich auftauchenden Kuhherde.

Auch am nächsten Tag wurden die aceArt-Mitarbeiter ganz schön nass – dieses Mal jedoch freiwillig. Es ging nämlich in das nahe liegende Spaß- und Erlebnisbad Wonnemar. Hier konnte jeder nach Lust und Laune dies tun was einen glücklich macht, sei es Tiefenentspannung in den Thermal-Bereichen, aufregender Spaß beim Rutschen oder sportliche Verausgabungen beim Bahnen-Schwimmen.

Nach all diesen aufregenden Erlebnissen waren sich alle aceArt-Hüttenbewohner einig, dass der letzte Tag dafür genutzt werden sollte, die Vorteile der malerisch in den Bergen liegende Hütte auszunutzen. Es wurde relaxed beim weiten Blick in die Bergwelt, beim Brettspiel und beim zünftigen Essen.

Wir alle schwelgen immer noch in den neu gewonnenen Erinnerungen, sind jedoch gut erholt und wie gewohnt mit Sorgfalt und Professionalität wieder für Sie da!

Vagrant – It smells like Linux

Vagrant – It smells like Linux

Frei nach dem Motto „it’s better to burn out than to fade away“ habe ich mir die vergangenen Nächte mit der Suche nach neuen Technologien im Bereich der lokalen Webentwicklung um die Ohren geschlagen. Nachdem ich XAMPP schon seit Längerem die Treue gekündigt habe und auch AMPPS – nach einem kurzen Aufflackern der Hoffnung, endlich ein geeignetes Tool gefunden zu haben – enttäuschte, durchstöberte ich erneut das Netz auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.

 

 

Flexibilität bei der lokalen Webentwicklung

Meine Anforderungen an die lokale Entwicklung sind dabei vor Allem Flexibilität des Servers, da wir es mit unterschiedlichsten Technologien zu tun haben. (Sowohl im Backend als auch im Frontend) Ich möchte ohne großen Aufwand einen Service starten können, welcher mir die Webseite auf eine lokale IP ausliefert. Außerdem will ich die Möglichkeit haben, die einzelnen Services (PHP, NPM, NodeJS, bower, gulp, mysql, mongodb, captistrano, composer, …) getrennt pro Projekt updaten zu können. Ich hätte gerne ein Abbild der Konfiguration, sodass andere Programmierer, welche am Projekt mitarbeiten wollen, die gleichen Konfigurationen auschecken und installieren können, ohne den ganzen Stack immer installieren zu müssen. Da selbst das Ändern der PHP-Version bei XAMPP zum Problem wird (von anderen Technologien und geteilter Konfiguration möchte ich gar nicht erst anfangen) ist XAMPP auf Dauer keine geeignete Lösung für uns. AMPPS und auch andere LAMP-Stack Applikationen für Windows haben hier die selben Schwächen. Bei AMPPS kann man zwar die PHP-Version per Klick austauschen, jedoch lief es insgesamt nie stabil auf meinem Windows 10. Nach einem (Creators) Update meines Windows fährt AMPPS nicht mehr hoch, zudem wurde bereits mehrfach die Datenbank zerstört – das ist mir bei XAMPP bisher nicht passiert.

Alles in Allem habe ich genug von dem LAMP Stack unter Windows und begebe mich auf zu neuen Ufern.

 

Vagrant als XAMPP-Ersatz?

Als Landstreicher durch neue Täler – erste Schritte

Nachdem ich vagrant (Deutsch: Landstreicher) auf der offiziellen Seite heruntergeladen und installiert habe, habe ich mich zunächst für die VirtualBox (Standard) als Provider entschieden. Installiert – empfohlene Konfigurationen befolgt – Bluescreen. Fängt ja gut an. Nach kurzen Recherchen und Experimenten wurde VirtualBox als Übeltäter festgestellt, und aus meiner Konfiguration verbannt. Vagrant ist hier sehr modular aufgebaut und arbeitet mit diversen externen Virtualisierungsumgebungen zusammen. Momentan werden neben VirtualBox weitere Systeme wie Hyper-V, VMware, Docker oder Libvirt unterstützt.

 

Einrichten von Hyper-V

Nachdem ich die VirtualBox aus der Konfiguration entfernte, musste ein anderer Provider her, um vagrant Nährboden für seine virtuelle Umgebung zu liefern. Da mein Rechner mit Hyper-V ausgeliefert wurde, entschied ich mich dafür, der Microsoft-Technologie eine Chance zu geben.

Hyper-V kann relativ einfach über die PowerShell (mit Admin-Rechten) über folgenden Befehl aktiviert werden:
Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName:Microsoft-Hyper-V -All

Starten von vagrant

Über den Befehl „vagrant init“ lässt sich vagrant in einem Projektordner eurer Wahl installieren. Vagrant legt dabei ein Vagrantfile in eurem Projektordner an. Dort kann man zunächst eine VM eintragen. In meinem Fall nutze ich die „generic/ubuntu1604“, eine ubuntu 16.04 LTS Distribution mit Hyper-V Unterstützung. Über „vagrant up“ startet der Server und ihr solltet über den Hyper-V-Manager eure Maschine sehen können.

Synced Files

Um in eurer Linuxumgebung auf die Dateien eures Projekts zugreifen zu können, muss ein weiterer Eintrag in eurem Vagrant-File hinzugefügt werden:
config.vm.synced_folder „.“, „/vagrant“, type: „smb“

Verflucht seien die Symlinks

In meinem Beispielprojekt werden einige Ordner mit Symlinks referenziert. Eine tolle Sache. So allgemein. Aber nicht für Vagrant. Aber es gibt eine Möglichkeit, Links trotzdem verwenden zu können. Symlinks dürfen dabei nur relativ, und nur mit dem Windowsbefehl „mklink“ angelegt werden. Das Verwenden der ln über beispielsweise git bash unter Windows führt hier zu Fehlern.

Nachdem nun auch diese Hürde genommen wurde, kann man sich über „vagrant ssh“  auf die Ubuntu-Instanz verbinden. Hier eröffnet sich nun die Linux Welt. Traumhaft. Ich werfe wild mit Linux Befehlen um mich – installiere mysql, php und apache und rufe über die IP der Hyper-V Instanz eine von mir angelegte Beispielseite auf – Es funktioniert!

Gemeinsame Konfiguration

Die Virtuelle Umgebung steht und das Konzept leuchtet ein. Aber wie können nun andere Programmierer ohne große Probleme die selbe Virtualisierung erstellen, ohne meine Virtualisierung klonen zu müssen? Über den Eintrag „config.vm.provision :shell, path: „vagrant/vagrant_install.sh“ definieren wir nun ein Script, welches für die Initialisierung der Maschine bereitgestellt wird. Sollte man die Maschine neu bauen, wird dieses Script automatisch aufgerufen und installiert alle wichtigen Applikationen und beschreibt die Konfigurationen.

Vagrant mit Typo3 – die perfekte Mischung.

Beispielsweise wurde folgendes Script für die Initialisierung eines Typo3-Projektes erstellt:

#!/usr/bin/env bash
#
Update () {
echo „– Update packages –“
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
}
Update

echo „– Prepare configuration for MySQL –“
sudo debconf-set-selections <<< „mysql-server mysql-server/root_password password XYZ“
sudo debconf-set-selections <<< „mysql-server mysql-server/root_password_again password XYZ“
echo „– Install tools and helpers –“
sudo apt-get install -y –force-yes curl

 

echo „– Install mysql and php with its packages –“
sudo apt-get install -y –force-yes apache2 mysql-server
sudo apt-get install -y –force-yes apache2 php libapache2-mod-php php-mcrypt php-mysql php-cli php-curl
sudo apt-get install -y –force-yes php7.0-gd php-xml php-zip
Update

 

############################### CONFIG APACHE #####################################

echo „– Configure PHP &Apache –“
# set errors to true
sed -i „s/error_reporting = .*/error_reporting = E_ALL/“ /etc/php/7.0/apache2/php.ini
sed -i „s/display_errors = .*/display_errors = On/“ /etc/php/7.0/apache2/php.ini
# set apache user to vagrant
sed -i „s/APACHE_RUN_USER=.*/APACHE_RUN_USER=vagrant/“ /etc/apache2/envvars
sed -i „s/APACHE_RUN_GROUP=.*/APACHE_RUN_GROUP=vagrant/“ /etc/apache2/envvars
sudo a2enmod rewrite

 

echo „– Creating virtual hosts –“
sudo rm /etc/apache2/sites-available/default.conf
sudo touch /etc/apache2/sites-available/default.conf
cat << EOF | sudo tee -a /etc/apache2/sites-available/default.conf
<Directory „/var/www/“>
AllowOverride All
</Directory>

<VirtualHost *:2503>

DocumentRoot /var/www/typo3/web
ServerName typo3.dev
</VirtualHost>

<VirtualHost *:2504>
DocumentRoot /var/www/adminer
</VirtualHost>

<VirtualHost *:2505>
DocumentRoot /var/www/typo3/simplesamlphp/www
Alias /simplesaml /var/www/typo3/simplesamlphp/www
<Directory />

Require all granted
</Directory>
</VirtualHost>

EOF

echo „– Add Port 2503 to the ports of apache –“
echo „Listen 2503“ | sudo tee -a /etc/apache2/ports.conf
echo „Listen 2504“ | sudo tee -a /etc/apache2/ports.conf
echo „Listen 2505“ | sudo tee -a /etc/apache2/ports.conf

############################## install adminer #################################

mkdir -p /var/www/adminer
sudo wget „http://www.adminer.org/latest.php“ -O /var/www/adminer/index.php

 

echo „– Edit dir.con (Add index.php) –“
sudo rm /etc/apache2/mods-enabled/dir.conf
cat << EOF | sudo tee -a /etc/apache2/mods-enabled/dir.conf
<IfModule mod_dir.c>
DirectoryIndex index.php index.html index.cgi index.pl index.xhtml index.htm
</IfModule>
EOF

 

############################### CONFIG MYSQL #####################################

DB_PASSWORD=“123″
DB_USERNAME=“test“
DB_DATABASE=“test“

mysql -uroot -pXYZ -e „CREATE DATABASE ${DB_DATABASE} CHARACTER SET utf8mb4 COLLATE utf8mb4_unicode_ci;“
mysql -uroot -pXYZ -e „CREATE USER ${DB_USERNAME}@localhost IDENTIFIED BY ‚${DB_PASSWORD}‘;“
mysql -uroot -pXYZ -e „GRANT ALL PRIVILEGES ON ${DB_DATABASE}.* TO ‚${DB_USERNAME}’@’localhost‘;“
mysql -uroot -pXYZ -e „FLUSH PRIVILEGES;“

 

mysql -uroot -pXYZ $DB_DATABASE < /var/www/typo3/vagrant/init.sql
# todo update passwords in database from envfile
sudo a2ensite default.conf
echo „– Restart Apache –“
sudo /etc/init.d/apache2 restart

Das Script installiert alle benötigten Pakete, updatet den Server, erstellt die vhost-Konfigurationen, initialisiert die Datenbank, öffnet die Ports, installiert ein Adminer (https://www.adminer.org/de/) und importiert eine Datenbank.

Das Script ist natürlich noch ausbaufähig, und soll hier nur als Beispiel dienen.

 

Erfahrung nach einigen Einsätzen

Nachdem ich vagrant nun bei 3 verschiedenen Systemen im Einsatz habe, kann ich das System nur empfehlen! Es übertrifft mit der Konfigurationsmöglichkeit jeden LAMP Stack; und durch das Verbinden auf die VM per SSH können ganz einfach alle möglichen Applikationen hinzugefügt werden.

 

 

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