KI-Chatbot entwickeln lassen
Ein Chatbot, der aus allgemeinem Weltwissen antwortet, ist für ein Unternehmen ungefähr so nützlich wie eine Suchmaschine im Eingangsbereich. Interessant wird es, wenn er eure Handbücher kennt, eure Produktdaten, eure Preisliste und die interne Anweisung von letztem Herbst. Genau das bauen wir, und zwar so, dass er sagt, woher eine Antwort stammt.
Zwei Anwendungsfälle, dieselbe Technik
Der Bot auf eurer Website
Er beantwortet, was Kundinnen und Kunden zum zwanzigsten Mal fragen, rund um die Uhr und ohne dass jemand im Service dafür abends aufsteht. Wichtig ist dabei weniger der Umfang als die Grenze. Ein Bot, der bei einer Frage jenseits seines Wissens ehrlich an einen Menschen übergibt, wird akzeptiert. Einer, der sich etwas ausdenkt, kostet Vertrauen, das später niemand zurückholt.
Der interne Assistent
Er sitzt hinter der Anmeldung und kennt das, was im Haus verstreut liegt: Wiki, Handbücher, Verfahrensanweisungen, alte Angebote, technische Datenblätter. Der Nutzen zeigt sich meist nicht in eingesparten Stunden, sondern daran, dass neue Kolleginnen und Kollegen deutlich schneller selbstständig arbeiten und erfahrene weniger unterbrochen werden.
RAG, oder warum der Bot nicht frei erfindet
Ein Sprachmodell weiß nichts über euer Unternehmen. Fragt man es trotzdem, formuliert es eine plausibel klingende Antwort, denn es ist darauf trainiert, plausibel zu klingen, nicht darauf, richtig zu liegen. Das ist der Kern des Halluzinationsproblems, und es lässt sich nicht wegprompten.
Retrieval-Augmented Generation dreht die Reihenfolge um. Bevor das Modell antwortet, wird in euren Dokumenten nach passenden Stellen gesucht. Diese Stellen bekommt es mitgeliefert, zusammen mit der Anweisung, nur daraus zu antworten. Damit verschiebt sich die Aufgabe vom Wissen zum Zusammenfassen, und das kann ein Sprachmodell gut. Ausführlich im Glossar.
Was das praktisch bedeutet
- Jede Antwort kann die Quelle nennen. Wer nachschauen will, klickt auf das Dokument.
- Neue Dokumente sind sofort verfügbar. Es muss nichts nachtrainiert werden.
- Findet die Suche nichts Passendes, sagt der Bot das, statt zu raten. Diese Regel ist die wichtigste von allen.
- Zugriffsrechte bleiben erhalten. Wer ein Dokument nicht sehen darf, bekommt es auch vom Bot nicht.
Die Qualität eines RAG-Systems entscheidet sich übrigens nicht am Modell, sondern an der Suche davor. Wenn die falschen Textstellen gefunden werden, hilft auch das beste Modell nicht mehr. Genau dort steckt der handwerkliche Teil der Arbeit: wie Dokumente zerlegt werden, wie gesucht wird und wie die Treffer sortiert werden.
Wo eure Daten liegen
Was an ein fremdes Modell geschickt wird, verlässt das Haus. Das ist keine juristische Feinheit, sondern die zentrale Entscheidung des Projekts, und sie gehört an den Anfang und nicht in die Abnahme. Je nach Anforderung arbeiten wir mit Anbietern, die innerhalb der EU verarbeiten, mit sauber geregelter Auftragsverarbeitung oder mit Modellen, die vollständig in eurer eigenen Umgebung laufen.
Der letzte Weg kostet mehr Betrieb und liefert oft etwas schwächere Antworten. Dafür verlässt kein Satz euer Netz. Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, was in den Dokumenten steht. Für einen Bot auf öffentlichen Produktinformationen gelten andere Maßstäbe als für einen auf Personalakten.
Vom Chatbot zum Agenten
Ein Chatbot antwortet. Ein Agent handelt: Er ruft Systeme auf, legt einen Vorgang an, holt Daten aus dem CRM und arbeitet mehrere Schritte hintereinander ab. Der Übergang ist fließend, und viele Projekte beginnen als Chatbot und wachsen genau in diese Richtung, sobald die Frage aufkommt „kann er das nicht auch gleich eintragen?“.
Das ist auch am Suchverhalten ablesbar, wo der Begriff Agent dem Chatbot gerade den Rang abläuft. Technisch ist es dieselbe Grundlage, aber die Anforderungen an Grenzen und Freigaben steigen deutlich. Mehr dazu auf der Seite zu KI-Agenten.
Wie wir vorgehen
- Wir klären zuerst, welche Fragen der Bot beantworten soll, und vor allem welche nicht.
- Wir sichten die Dokumente. Häufig ist das der Moment, in dem auffällt, dass drei Fassungen derselben Anweisung im Umlauf sind.
- Ein erster Stand geht früh an eine kleine Gruppe echter Nutzer. Die Fragen, die dort auflaufen, sind lehrreicher als jede Planung.
- Wir messen, wie oft der Bot nichts findet, und arbeiten genau an diesen Lücken.
- Nach dem Livegang bleibt der Bot in Beobachtung. Dokumente ändern sich, Modelle werden abgelöst, und die Kosten laufen mit der Nutzung.
Häufige Fragen zu KI-Chatbots
Was kostet ein KI-Chatbot?
Was ist RAG, und warum halluziniert der Bot damit nicht?
Kann der Chatbot auf unsere Dokumente zugreifen?
Wo liegen unsere Daten?
Wie lange dauert die Entwicklung?
Was passiert, wenn der Bot etwas Falsches sagt?
Können wir den Bot selbst pflegen?
Funktioniert das auch auf einer WordPress- oder TYPO3-Seite?
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